Neustadt (Dosse)

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Einwohlerzahl: 3435 (Stand: 31.12.2015)

Fläche: 75.426.258 m²

Bürgermeister: Karl Tedsen Spiegelberg 74  16845 Neustadt (Dosse)

Sprechzeiten:

 nach telefonischer Vereinbarung

Tel. 033970/15747


Neustadt gehört zu jenen Städten, deren Namen es in Deutschland über 30-mal gibt. Um Verwechslungen vorzubeugen - Neustadt liegt am kleinen Flüsschen Dosse und wird seit über 200 Jahren als ,,Stadt der Pferde' bezeichnet. Seit dem 1. Januar 2000 ist diese Bezeichnung auch amtlich und der vollständige Name lautet daher ,,Neustadt (Dosse), Stadt der Pferde'. Neustadt (Dosse) liegt im neu gebildeten Landkreis Ostprignitz-Ruppin (OPR) und zählt ca. 4000 Einwohner und hat als einziger Ort im gleichnamigen Amtsbereich Stadtcharakter. Die Stadt erwuchs aus dem eigentlichen Landstädtchen, den Dörfern Spiegelberg, Köritz und Kampehl sowie der Kolonie Schönfeld. Die Besiedlung des Neustädter Raumes begann in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts: Auf dem heute als Amtsfreiheit bekannten Gelände wurde eine frühdeutsche Burg errichtet, die den Dosseübergang an der Handelsstraße von Havelberg nach Ruppin sicherte. In den ältesten schriftlichen Überlieferungen aus dem Jahr 1375 wird Neustadt bereits der Prignitz zugerechnet, die von Havelberg aus besiedelt wurde. In der Folge wechselten die Eigentümer der Stadt häufig. Neustadt gehörte im Laufe der Jahrhunderte bis 1945 u.a. den Familien von Bredow, von Quitzow, von Winterfeld, von Königsmark, den Grafen zu Lindow-Ruppin, ja selbst Friedrich- Wilhelm (Der Große Kurfürst, 1620-1686) nannte die Stadt sein Eigen. Als 1662 der Landgraf von Hessen-Homburg, Friedrich II. (1633-1708) den Flecken erwarb, begann der Aufschwung Neustadts zu einem Landstädtchen. ,,Der Prinz mit dem Silberbein', wie ihn Fontane in seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" nannte -er hatte in der Schlacht bei Kopenhagen (1659) gegen die Schweden ein Bein verloren und trug seitdem eine Beinprothese mit silbernen Scharnieren- ging mit Elan an die Beseitigung der Schäden des Dreißigjährigen Krieges und den Wiederaufbau seiner neuen Besitzung. Er vergrößerte den Ort beträchtlich, der bis dato nur aus sieben Bauernhöfen, einer Schmiede und einer Mühle bestand. Im Einvernehmen mit dem Großen Kurfürsten siedelte er französische Hugenotten, Holländer und Franken an, um Handwerk und Gewerbe zu fördern. Zusätzlich bemühte er sich, die Stadtrechte für Neustadt zu erlangen, die der Große Kurfürst dem Städtchen am 24. August 1664 gewährte. Das vom Prinzen von Hessen-Homburg gestiftete Stadtwappen wird bis heute als Siegel verwendet. Es zeigt einen gezinnten, roten Torbau mit blauen Kupferdach, darauf ein silber- und goldfarbener Löwe mit einem Elch im Hintergrund. Der Löwe ist das Wappentier des Landgrafen von Hessen-Homburg, der Elch ist eine Reminiszenz an seine schwedische Zeit, aus der auch die Ehe mit seiner ersten Frau, Gräfin Brahe, herrührt. Obwohl ein Brand 1666 Schloss, Kirche und weite Teile der Stadt vernichtete, ging die wirtschaftliche Entwicklung voran. Die Stadt wurde wieder aufgebaut, der 1696 fertig gestellte Kirchenbau mit seinem gleichseitigem, achteckigen Grundriss und den vier rechteckigen Kreuzarmen war er der erste kirchliche Zentralbau in der Mark Brandenburg und ist damit auch heute ein bedeutendes Baudenkmal. Über einem achteckigen Kuppeldach erhebt sich der Turm mit geschweifter Haube und geschlossener Laterne. Wie die Stadt, so verdankt auch die Region dem Landgrafen von Hessen-Homburg einiges: So begründete er eine Eisenhütte im benachbarten Hohenofen, eine Papiermühle und eine Ziegelei. Auf den trocken gelegten Flächen zwischen Schwenze und Dosse begann er die Pferdezucht. Die 1688 gegründete Spiegelmanufaktur war die größte ihrer Art in Brandenburg-Preußen und lieferte bis 1844 wertvolle Spiegel, u.a. an die preußischen Kurfürsten und Könige, so auch für Schloss Sanssouci in Potsdam. In Neustadt erinnern heute noch der Ortsteil Spiegelberg und sein Park daran, dort finden sich auch noch einige Fachwerkhäuser aus der Zeit. Das 1701 erbaute Schloss Spiegelberg, als Herrenhaus für die Spiegelmanufaktur errichtet, wurde im Zuge umfangreicher Rekonstruktionsarbeiten zu einem Internat für Reitschüler der Neustädter Schule umgebaut. Neustadt (Dosse) wird seit über 200 Jahren durch die größte Gestütsanlage Deutschlands geprägt und nennt sich zu Recht ,,Stadt der Pferde'. Friedrich Wilhelm II., preußischer König (1744-1797), beauftragte 1786 Carl Graf von Lindenau (1755-1842) mit der Reorganisation des Preußischen Gestütswesen "zum Besten des Landes". 1788-1790 entstanden in Neustadt zwei Gestütsanlagen, das Friedrich-Wilhelm Gestüt und das kurmärkische Landgestüt. Beide Gestütsanlagen, großzügig und zweckmäßig zugleich, beeindrucken noch heute jeden Besucher, zumal sie noch so ursprünglich erhalten und genutzt werden.

Die Beweggründe waren damals vor allem militärischer Art, heute sind im Hauptgebäude des Landgestüts der Sitz des Landstallmeisters, die Verwaltung der Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt und die Geschäftstelle des Brandenburgischen Pferdezuchtverbandes untergebracht.

Ausgebildete Hengste und Zuchtstuten werden hier verkauft oder gelangen zur jährlichen Auktion. Im Neustädter Gestütsbrandzeichen stehen der Pfeil für Schnelligkeit und die Schlange für Wendigkeit für das hier gezüchtete ,,Edle Warmblut'. Daneben organisieren die Gestüte in Verbindung mit dem Reit- und Fahrverein weitere pferdesportliche Veranstaltungen wie Reit- und Springturniere oder Fahrtturniere. Neben klassischer Reittouristik gehören auch Lehrgänge im Reiten, Fahren sowie Ferienlehrgänge für Kinder zum Angebot der Gestüte. Das Areal der beiden Gestüte umfast ca. 400 Hektar. Auf Grund seiner einmaligen Schönheit steht die gesamte Anlage unter Denkmalschutz und zieht jährlich Tausende Besucher an. Die barocken, schlossartigen Hauptgebäude der Gestüte sowie die großzügig angelegten Anlagen mit Wohn-, Stall- und Wirtschaftsgebäuden, 1787-1791 erbaut, laden zu einer Besichtigung ein. Baumallen durchziehen die Anlagen, die in Verbindung mit den Reit- und Wanderwegen um Neustadt ein dichtes Wegenetz für Reiter und Spaziergänger bilden. Alljährlicher Besuchermagnet sind seit 1926 die Neustädter Pferdetage, die mit ihren hochrangigen Leistungsschauen jeweils Tausende von Besuchern an vier Wochenenden im September und Oktober in die Stadt locken.

Nicht weit vom Haupt- und Landesgestüt gelegen, entdeckt man das liebevoll restaurierte und 1997 fertig gestellte Ensemble des Kirchplatzes, das in früheren Zeiten mit der Kreuzkirche, dem Rathaus, der Amtsfreiheit, der Post und dem inmitten gelegenen Marktplatz das Zentrum des Ortes bildete. Bereits 1846 erhielt Neustadt (Dosse) Anschluss an die Bahnstrecke Berlin-Hamburg. Der Ort wurde zum Knotenpunkt der Bahnlinien in Richtung Rathenow, Neuruppin und Pritzwalk. Bahnreisende, die mit der Regionalbahn aus Berlin oder Richtung Hamburg kommend in Neustadt (Dosse) aussteigen, werden von einem imposanten, spätklassizistischen Bahnhofsgebäude empfangen.

Kampehl
Archäologische Ausgrabungen bezeugen, dass Kampehl schon während der Slawenzeit besiedelt war, u.a. wird 1307 ein ,,Heinricus von Campiyl' als Eigner Erwähnt. Neben der Familie Kröcher wird 1491 auch die Familie von Kalebuz als Ortseigner und 1608 gibt es bereits drei Rittersitze im Ort. Vom Ende des 17. Jahrhunderts bis 1783, als der Letzte von Kalebuz starb, prägte diese Familie den Ort. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Eigentümer häufig, bis Kampehl Schließlich 1969 nach Neustadt (Dosse) eingemeindet wurde. Der berühmteste Spross der Familie Kalebuz war der am 6. März 1651 geborene Christian-Friedrich, der als 24-Jähriger gemeinsam mit dem Prinzen von Hessen- Homburg an der Schlacht bei Fehrbellin teilnahm. 1690 stand er wegen eines Mordes vor Gericht, verübt an einem Schäfer aus dem Nachbardorf. Eine Magd seines Gutes, Maria Leppin, war diesem Schäfer versprochen und Kalebuz bestand auf seinem Recht der ,,ersten Nacht' mit der Braut. Die Magd weigerte sich und Kalebuz soll den Schäfer später anlässlich einer Auseinandersetzung über Weiderechte aus Rache Erschlagen haben. Als Feudalherr konnte er sich mit einem so genannten Reinigungseid freisprechen, was er mit den Worten ,,wenn ich der Mörder dennoch Gewesen sein soll, so will ich nie verwesen!' auch tat. 1702 starb er mit 52 Jahren. Als man 1792 den Gruftanbau, in dem sich sein Sarkophag befand, wegen Renovierungsarbeiten öffnete, fand man neben zwei verwesten Leichen die mumifizierte Leiche des Ritters Kalebuz. Alle wissenschaftlichen Erklärungsversuche des Phänomens sind bis heute gescheitert. Im Gruftanbau der Wehrkirche Kampehl können Besucher die Mumie in ihrem gläsernen Sarkophag besichtigen und schaurigfachkundige Informationen erhalten.

 

Zur Stadt Neustadt (Dosse) gehören die Ortsteile:
- Plänitz-Leddin und
- Roddahn

 

Plänitz-Leddin

Plänitz

Im Jahre 1334 gehörte ,,Plönitz'' zum Lande Wusterhausen. Die seit 1445 in Plänitz ansässige märkische Familie von Rathenow lebte hier bis 1945. Die Kirche von 1709 ist ein bemerkenswerter Fachwerkbau mit polygonalem Grundriss und quadratischem Turm auf der Westseite. 1996 bis 2001 konnte der barocke Bau weitgehend Restauriert werden. Neben der Kirche befinden sich einige historische Grabsteine aus Sandstein aus den Jahren 1785, 1791 und 1805, der Friedhof wird durch eine Restaurierte Feldsteinmauer eingefasst. Einige fränkische Bauernhäuser, ein so genanntes Vorlaubenhaus mit Reetdeckung, das einst als Posthalterei diente, die Kirche, Friedhofsmauer und das Gutshaus mit dem Wirtschaftsgebäude bilden ein selten gewordenes Fachwerksensemble in der Dorfmitte. Von Bedeutung ist auch das leider baufällige Gutsensemble, das aus Fachwerk Besteht und dessen Sanierung noch aussteht.

Leddin

Das Dorf gehört zu den zahlreichen Gründungen des 14. Jahrhunderts und wird bereits 1379 als ,,to Leddin'' erwähnt. Seit Jahrhunderten finden wir die in der Prignitz und im Ruppinschen ansässige Familie von Rohr auch in Leddin. So wird 1542 ,,Claws Rhor tho Leddin'' genannt. Die im 18. Jahrhundert erbaute Fachwerkkirche wurde bereits 1872 mit neuen Umfassungsmauern aus Backstein versehen. Der Turm wurde dabei völlig entfernt. Heute erinnert nichts mehr an den ursprünglichen sakralen Bau, der völlig abgetragen wurde.

 

Seit 1964 firmieren die ehemals selbstständigen Orte Plänitz und Leddin unter gemeinsamen Namen.

2003 wurde Plänitz-Leddin nach Neustadt (Dosse) eingemeindet.

 

Roddahn
Roddahn gehört zu den Strassendörfern und wurde bereits 1240 urkundlich erwähnt. Viele Jahrhunderte lang war es im Besitz der aus Altmark Stammenden Familie von Kröcher. ,,Der Roddahn' ist ein in alten Urkunden oft genannter Wald ,,twischen der Dosse und Havelberghe'. Der Bach Roddahn, gemeint ist wohl die nahe Jäglitz, galt unter den Wenden als ein ,,munter dahinfliessendes Wasser', denn ,,rad' bedeutet froh, munter. Die Kirche des Ortes ist ein Schlichter Fachwerkbau in Saalform, vermutlich von 1798 (Jahreszahl an Empore und Glocke). Um Kosten zu sparen, wurde auf den Turm verzichtet und die kleine Glocke im Dachboden untergebracht. Nachdem die Kirche in den Jahren seit 1990 zusehends verfiel, konnte ab 2001 bis 2003 Dach, Fassade, Fenster und Türen saniert werden. Zu Roddahn gehören die Gemeindeteile Neuhof, Helenenhof, Schwarzwasser, Babe und Neuroddahn. Der Gemeindeteil Babe liegt im äußersten Süden der Ostprignitz, nördlich der Alten Jäglitz. Zuerst war es ein so genanntes ,,Vorwerk' (für Meierei und Milchwirtschaft) zu Lohm, nach dem 30-Jährigen Krieg wurde es ein Rittergut. Der Name rührt von ,,Baba' her und soll ursprünglich ,,Weib' bedeutet haben, wurde aber als Spottname ,,Memme' (Feigling) gebraucht. Der Gemeindeteil Schwarzwasser war bis 1953 das kleinste Dorf Deutschlands mit eigenem Gemeindeparlament und Bürgermeister. 2003 wurde Roddahn mit seinen Gemeindeteilen nach Neustadt (Dosse) eingemeindet.


Aktuelle Meldungen

Bekanntmachung der Stadt Neustadt (Dosse) Frühzeitige Beteiligung gem. § 3 (1) BauGB zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Solarpark Wolfsgarten“ der Stadt Neustadt (Dosse)

(16.12.2020)

 

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Neustadt (Dosse) hat in ihrer Sitzung am 02.03.2020 den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans Solarpark Wolfsgarten“ gefasst. Die Billigung des Vorentwurfs und der Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung wurde durch die Stadtverordnetenversammlung am 23.11.2020 gefasst (Beschluss Nr. BV/Neu/16/60/145).

 

Ziel  des  Bebauungsplans  ist  die  planungsrechtliche  Vorbereitung  der  Bebauung  der  betreffenden Flurscke mit einer Photovoltaik-Freiflächenanlage und den dafür notwendigen Erschließungsflächen. Es soll ein sonstiges Sondergebiet gemäß § 11 Abs. 2 BauNVO mit der Zweckbestimmung für die Nutzung erneuerbarer Energien als Photovoltaik-Freiflächenanlage (SO Photovoltaik) festgesetzt werden.

 

Das Plangebiet befindet sich westlich der Ortslage Neustadt (Dosse) und südlich der Landesstraße 141 und umfasst auf einer Fläche von 32,2 Hektar die Flurstücke 3/2, 4, 5, 6/2, 7 und 8 in der Flur 4 der Gemarkung Neustadt (Dosse). Die Fläche wird derzeit landwirtschaftlich genutzt. Der Vorhabenträger plant die Errichtung einer Photovoltaik-Freiflächenanlage. Der Geltungsbereich ist beigefügter Abbildung zu entnehmen.

 

Die Erschließung des Planungsgebiets erfolgt über die westlich angrenzende Kreisstraße K6817.

 

Difrühzeitige Beteiligung der Bürger nach §  3  Abs. 1  BauGB findet im Rahmen einer öffentlichen

Auslegung in der Zeit vom 04.01.2021 bis einschließlich 05.02.2021

 

Montag                9.00-12.00 und 13.00-16.00 Uhr

Dienstag             9.00-12.00 und 13.00-18.00 Uhr

Mittwoch              9.00-12.00 und 13.00-16.00 Uhr

Donnerstag        9.00-12.00 und 13.00-16.00 Uhr

Freitag                 9.00-12.00 Uhr

 

im Amt Neustadt (Dosse), Bahnhofstraße 6, 16845 Neustadt (Dosse), Zimmer 20/21 statt. Aufgrund möglicher Einschränkungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie kann der Zugang zur Amtsverwaltung eingeschränkt sein. Eine Einsicht in die Planunterlagen ist für die Dauer der Auslegung während der Öffnungszeiten nach Terminvereinbarung durchgehend gewährleistet.

 

Zur Auslegung stehen folgende Unterlagen und Informationen zur Verfügung:

 

-     Planzeichnung zum Vorentwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans, Stand 17.08.2020

-     Begründung zum Vorentwurf, Stand August 2020

-     Umweltbericht mit integrierten Artenschutzfachbeitrag, Stand August 2020

-     Vorhaben-und Erschließungsplan, Stand 17.08.2020

 

Der Inhalt der ortsüblichen Bekanntmachung und die auszulegenden Unterlagen können während der Auslegungsfrist auf der Homepage  www.neustadt-dosse.de, auf dem Landesportal unter www.uvp- verbund.de/bb sowie unter http://www.bk-landschaftsarchitekturen.de/beteiligungen eingesehen werden.

 

 

 

Stellungnahmen können während der Auslegungsfrist vorgebracht werden. Dies kann beispielsweise schriftlich, mündlich zur Niederschrift oder per E-Mail unter erfolgen. Des Weiteren wird den Bürgern im Rahmen des öffentlichen Auslegungsverfahrens während der Dienstzeiten auch Gelegenheit zur Erörterung gegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass auch Kinder und Jugendliche Teil der Öffentlichkeit sind.

 

Die Vorschriften über die Öffentlichkeits-und Behördenbeteiligung dienen insbesondere der vollständigen Ermittlung und zutreffenden Bewertung der von der Planung berührten Belange und der Information der Öffentlichkeit. Es wird darauf hingewiesen, dass Stellungnahmen, die im Verfahren der Öffentlichkeits-und Behördenbeteiligung nicht rechtzeitig abgegeben worden sind, bei der Beschlussfassung über die

 

Änderung des Bauleitplans unberücksichtigt bleiben können, sofern die Gemeinde deren Inhalt nicht kannte und nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit des Bauleitplans nicht von Bedeutung ist.

 

 

 

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf Grundlage des § 3 BauGB in Verbindung mit Art. 6

Abs. 1 Buchstabe e DSGVO und dem Brandenburgischen Datenschutzgesetz. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absender abgegeben haben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung.

 

 

 

Neustadt (Dosse), den 24.11.2020

 

 

 

gez. D. Fuchs

 

Amtsdirektor

 

Planzeichnung B-Plan Wolfsgarten

 

[Planzeichnung B-Plan Wolsgarten]

[Umweltbericht B-Plan Wolfsgarten]

[Vorhaben-und Erschließungsplan B-Plan Wolfsgarten]

[Begründung B-Plan Wolfsgarten]

Bekanntmachung der Stadt Neustadt (Dosse) Frühzeitige Beteiligung gem. § 3 (1) BauGB zur 5 . Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Neustadt (Dosse)

(16.12.2020)

Die Stadtverordnetenversammlung Neustadt (Dosse) hat in ihrer Sitzung am 02.03.2020 den Beschluss Nr. BV/Neu/20/60/075 zur Einleitung des Planverfahrens zur 5. Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Neustadt (Dosse) gefasst. Das Planverfahren erfolgt parallel zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Solarpark Wolfsgarten. Der Geltungsbereich der 5. Änderung entspricht dem Geltungsbereich des in Aufstellung befindlichen Bebauungsplans. Die Unterlagen des Vorentwurfes der 5. Änderung einschließlich Begründung mit Umweltbericht wurden inzwischen erarbeitet. Die Billigung des Vorentwurfs und der Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung wurde durch die Stadtverordnetenversammlung am 23.11.2020 gefasst (Beschluss Nr. BV/Neu/20/60/144).

 

Die Änderung des Flächennutzungsplans ist erforderlich zur Anpassung des Flächennutzungsplans an den in der Aufstellung befindlichen vorhabenbezogenen BebauungsplanSolarpark Wolfsgarten“. Die Darstellungen im wirksamen Flächennutzungsplan stehen den Festsetzungen des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Solarpark Wolfsgarten“ entgegen.

 

 

Das Plangebiet befindet sich westlich der Ortslage Neustadt (Dosse) und südlich der Landesstraße 141. Die Fläche wird derzeit landwirtschaftlich genutzt. Der Vorhabenträger plant die Errichtung einer Photovoltaik-Freiflächenanlage. Der Geltungsbereich der 5. Änderung ist beigefügter Abbildung zu entnehmen.

 

Die Erschließung des Planungsgebiets erfolgt über die westlich angrenzende Kreisstraße K 6817.

 

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 1 BauGB findet im Rahmen einer öffentlich

Auslegung in der Zeit vom 04.01.2021 bis einschließlich 05.02.2021

 

Montag               9.00-12.00 und 13.00-16.00 Uhr

Dienstag            9.00-12.00 und 13.00-18.00 Uhr

Mittwoch             9.00-12.00 und 13.00-16.00 Uhr

Donnerstag       9.00-12.00 und 13.00-16.00 Uhr

Freitag                9.00-12.00 Uhr

 

im Amt Neustadt (Dosse), Bahnhofstraße 6, 16845 Neustadt (Dosse), Zimmer 20/21 statt. Aufgrund möglicher Einschränkungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie kann der Zugang zur Amtsverwaltung eingeschränkt sein. Eine Einsicht in die Planunterlagen ist für die Dauer der Auslegung während der Öffnungszeiten nach Terminvereinbarung durchgehend gewährleistet.

 

Zur Auslegung stehen folgende Unterlagen und Informationen zur Verfügung:

 

-     Planzeichnung zum Vorentwurf der 5. Änderung des Flächennutzungsplans, Stand 17.08.2020

-     Begründung zum Vorentwurf, Stand August 2020

-     Umweltbericht zum Vorentwurf, Stand August 2020

 

Der Inhalt der ortsüblichen Bekanntmachung und die auszulegenden Unterlagen können während der Auslegungsfrist auf der Homepage www.neustadt-dosse.de, auf dem Landesportal unter  www.uvp- verbund.de/bb sowie unter http://www.bk-landschaftsarchitekturen.de/beteiligungen eingesehen werden.

 

 

 

Stellungnahmen können während der Auslegungsfrist vorgebracht werden. Dies kann beispielsweise schriftlich, mündlich zur Niederschrift oder per E-Mail unter erfolgen. Des Weiteren wird den Bürgern im Rahmen des öffentlichen Auslegungsverfahrens während der Dienstzeiten auch Gelegenheit zur Erörterung gegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass auch Kinder und Jugendliche Teil der Öffentlichkeit sind.

 

Die Vorschriften über die Öffentlichkeits-und Behördenbeteiligung dienen insbesondere der vollständigen Ermittlung und zutreffenden Bewertung der von der Planung berührten Belange und der Information der Öffentlichkeit. Es wird darauf hingewiesen, dass Stellungnahmen, die im Verfahren der Öffentlichkeits-und Behördenbeteiligung nicht rechtzeitig abgegeben worden sind, bei der Beschlussfassung über die

Änderung des Bauleitplans unberücksichtigt bleiben können, sofern die Gemeinde deren Inhalt nicht kannte

 

und nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit des Bauleitplans nicht von

Bedeutung ist.

 

 

 

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf Grundlage des § 3 BauGB in Verbindung mit Art. 6

Abs. 1 Buchstabe e DSGVO und dem Brandenburgischen Datenschutzgesetz. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absender abgegeben haben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung.

 

 

 

 

 

Neustadt (Dosse), den 24.11.2020

 

 

 

 

 

gez. D. Fuchs

 

Amtsdirektor

 

 

 

Räumlicher Geltungsbereich 5. Änderung FNP Stadt Neustadt (Dosse)

 

PLanauszug 5. Änderung FNP Stadt Neustadt (Dosse)

 

 

 

[Begründung 5. Änderung FNP Stadt Neustadt (Dosse)]

[Planzeichnung 5. Änderung FNP Stadt Neustadt (Dosse)]

[Umweltbericht 5. Änderung FNP Stadt Neustadt (Dosse)]

Kita Köritz

(24.11.2020)

Baubeginn geplant:       März 2021

Dauer:                           bis Dezember 2022

Zuwendung des Landes Brandenburg gem. Richtlinie des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER in Höhe von 1.396.781,85 €.

Das Vorhaben wird mit ELER-Mitteln (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) finanziert.                          http://www.eler.brandenburg.de

eler

Die Kita Köritz ist ein freistehendes Gebäude und war ehemals ein Gutshaus im Ortsteil Köritz der Stadt Neustadt (Dosse). Es wurde erstmalig 1988 zu einem Wohn- und Kitagebäude umgebaut. Das Gebäude ist durch Erweiterungsbauten mit Bezug auf die Ursprungssubstanz auf der Süd-, Ost- und Westfront gestaltet worden. Im Norden wurde die Fassade durch drei Treppenhausanbauten neu gegliedert. Östlich erfolgten über alle Etagen ein An-bau, bestehend aus einem Heizraums mit darüber liegenden Wohnungen. Seit 1988 - 2010 erfolgten fast keine werterhaltenden Maßnahmen.

Kita Köritz

Die Stadt Neustadt (Dosse) hat sich dann im Jahr 2010 eindeutig zum Erhalt und schrittweisen Ausbau des Gebäudes als Kitastandort bekannt. Seitdem sind ca. 500.000,00 € an Investitionsmitteln aufgebracht worden, um das Gebäude zu sanieren. Damit konnten zunächst erst einmal die wichtigsten Maßnahmen zum Erhalt des Gebäudes durchgeführt werden. Es ist dennoch ein großer Sanierungsstau vorhanden. Durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung wird das Gesamtgebäude nur noch als Kita genutzt. Die Wohnungsnutzung ist aufgegeben. Die Teilunterkellerung bleibt erhalten und wird weiterhin genutzt. Das Erdgeschoss ist barrierefrei gestaltet. Die Kinder werden in altershomogenen Gruppen betreut. Im Erdgeschoss sind die Heizung, der U3-Bereich und weitere Gruppenräume sowie die Küche untergebracht. In der Kita Köritz wird das Essen vor Ort gekocht. Im Obergeschoss sind die Wohnungen frei für die Kitanutzung.

Lager-, Bewegungsräume und ein zweiter Sanitärbereich entspannen die zeitlichen Abläufe der einzelnen Gruppen. Der Dachgeschossfußboden erhält eine Wärmedämmung, um den Wärmeverlust und damit die Betriebskosten zu senken. Die Fassadensanierung mit teilweiser Fenstererneuerung, Sockelsanierung, Regenwasserableitung, Erstellung Fluchtwege, Sicherheitsbeleuchtung, Hausalarmanlage, die Sanierung von Gruppenräumen, Kellerdeckendämmung, Einbau Plattformlift und der Abriss des Balkons runden die Baumaßnahme ab.